Projekt FlexBlue – Über uns

»FlexBlue« ist ein öffentlich gefördertes Forschungsprojekt, das praxisnahe Lösungen für die Flexibilisierung von Kälteversorgungssystemen entwickelt. Im Mittelpunkt steht, alle relevanten Akteure der Flexibilisierungs-Wertschöpfungskette im Kältesektor zusammenzubringen, um performante und anwendungsnahe Lösungen für teilweise dekarbonisierte, flexibel steuerbare Kälteversorgungssysteme zu erarbeiten.

In realen Einsatzumgebungen entstehen zwei Demonstratoren, mit denen wir die technische Funktionsfähigkeit sowie die ökonomische und ökologische Sinnhaftigkeit solcher Systeme nachweisen. Gleichzeitig klären wir operative Schnittstellen und erarbeiten Empfehlungen für Planung, Inbetriebnahme und Betrieb, um Transparenz für alle Beteiligten zu schaffen und Hemmnisse entlang der Flexibilisierungswertschöpfungskette zu reduzieren.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wissenstransfer: Mit Formaten wie der Veranstaltungsreihe »FlexBlue.Connect« aktivieren und vernetzen wir Akteure im Kältesektor. So unterstützen wir Betreiber dabei, bestehende Kälteanlagen auf Dekarbonisierung und Flexibilisierung umzustellen und neue Anlagen von Beginn an optimal auszulegen.

Wenn Sie sich über weitere Veranstaltungen und Inhalte der einzelnen Vortragsreihen informieren möchten, folgen Sie bitte diesem Link.

Das Projekt

»FlexBlue – Flexible Kälteversorgungssysteme vor dem Hintergrund zunehmender Dekarbonisierung«

wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Laufzeit 01/2024 bis 06/2027

Förderkennzeichen: 03EN6035

TeilvorhabenFörderkennzeichen Ausführende Stelle
Multikriterielle Bewertung der Flexibilisierung & Aktivierung der Akteure 03EN6035A Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Entwicklung, Bau und Analyse eines aktiven Kältespeichers 03EN6035B Karlsruher Institut für Technologie – Institut für Automation und angewandte Informatik
Datengetriebene Modellierung und Entwicklung generischer Algorithmen zur skalierbaren Fahrplanoptimierung heterogener Kälteanwendungen 03EN6035C FZI Forschungszentrum Informatik
Konzeption und Programmierung der Einbindung flexibler Verbraucher in das Virtuelle Kraftwerk 03EN6035D SK Verbundenergie AG
Flexibilisierung und Erweiterung der Einsatzbereiche von Latentwärmespeichern in Verbindung mit Adsorptionskältemaschinen 03EN6035E Rütgers GmbH & Co. KG
Charakterisierung und Modellierung der operativen Akteurs-Schnittstellen innerhalb der Prozesskette mit Fokus Strombereich 03EN6035F Technische Hochschule Ingolstadt
Konzeptentwicklung für die Ansteuerung aktiver Kältespeicher 03EN6035G kraftboxx GmbH

Kooperationspartner

Fraunhofer UMSICHT gestaltet als Wegbereiter nachhaltiger Technologien die Energie- und Rohstoffwirtschaft mit vier Forschungsschwerpunkten:

Circular Economy, Carbon Management, Green Hydrogen und Local Energy Systems. Das 1990 gegründete Institut entwickelt Lösungen für ressourcenschonendes Wirtschaften und verbessert durch innovative Technologien die Lebensqualität der Menschen. Als Teil der Fraunhofer-Gesellschaft verbindet das Institut anwendungsorientierte Forschung mit Technologietransfer in die Industrie.

Im Projekt »FlexBlue« führt Fraunhofer UMSICHT eine multikriterielle Bewertung der  Flexibilisierung von Kälteversorgungssystemen durch und analysiert bestehende Hemmnisse der Flexibilisierungswertschöpfungskette. Zudem leistet das Institut einen  Beitrag zur Analyse des Akteurs- und Schnittstellen-Netzwerks und fördert durch gezielten Wissenstransfer die Aktivierung relevanter Akteure.

Mit 8.100 Studierenden in über 76 grundständigen und berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen übernimmt die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) eine prägende Rolle in der Ausbildung akademischer Fach- und Führungskräfte in der Region. Der Fokus der akademischen Qualifizierung liegt in den Bereichen Ingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Das Institut für neue Energie-Systeme (InES) ist eines von sechs Instituten für Angewandte Forschung an der THI und widmet sich der Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien.

Im Projekt »FlexBlue« untersucht das InES Hemmnisse bei der Flexibilisierung von Kälteversorgungssystemen und entwickelt Ansätze zu deren Reduktion. Zudem werden die Akteure und Schnittstellen entlang der Flexibilisierungs- Wertschöpfungskette charakterisiert und modelliert, um deren Einfluss auf das realisierbare Flexibilitätspotenzial zu analysieren.

Das Institut für Automation und angewandte Informatik (IAI) ist ein Forschungsinstitut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF). Es betreibt Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet innovativer, anwendungsorientierter Informations-, Automatisierungs- und Systemtechnik für zukunftsfähige Energiesysteme sowie komplexe Industrie- und Laborprozesse. In interdisziplinären Arbeitsgruppen wird an vollständigen Systemlösungen gearbeitet, wobei alle Entwicklungsphasen vom Konzeptentwurf über Modellbildung und Simulation, die Prototyperstellung bis zur praktischen Erprobung, auch unter industriellen Bedingungen, durchschritten werden können. Neuartige, wiederverwendbare Methoden und Werkzeuge, die im Rahmen der Systemerstellung entwickelt und eingesetzt werden, sind weitere Ergebnisse.

Als unabhängige Stiftung steht das FZI Forschungszentrum Informatik seit mehr als 40 Jahren für angewandte Spitzenforschung im Bereich der Informatik und ihrer Anwendungsfelder. Das FZI erforscht und entwickelt Innovationen zum Wohle der Gesellschaft und bietet exzellenten Forscher*innen ein einzigartiges Sprungbrett in ihre berufliche Zukunft. Für seine Partner aus Industrie, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und öffentlicher Hand ist das FZI Forschungs-, Ausbildungs- und Transfereinrichtung.

In »FlexBlue« entwickelt das FZI die IKT-Anbindung der Demonstratoren, inkl. eines umfangreichen Condition Monitorings und Alertings, als Basis für einen robusten Anlagenbetrieb. Des Weiteren erforscht das FZI Algorithmen zur Berechnung von optimierten Fahrplänen für die Demonstratoren. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Anwendung von KI-Methoden.

Die kraftBoxx GmbH entwickelt und produziert innovative Latentwärmespeicher auf Basis von Phasenwechselmaterialien (PCM) für anspruchsvolle Anwendungen in der  Wärme- und Kältetechnik. Unsere PCM-Hybridspeicher ermöglichen hohe Speicherdichten bei konstantem Temperaturniveau und lassen sich flexibel in bestehende oder neue Systeme integrieren. Damit schaffen wir Lösungen zur Lastverschiebung, Effizienzsteigerung und zur optimalen Nutzung erneuerbarer Energien – insbesondere für Industrie, Gewerbe und energieintensive Kälteanwendungen.

Im Projekt »FlexBlue« bringen wir unsere Expertise insbesondere in der Entwicklung von Hydraulik- und Umsetzungskonzepten, im Aufbau eines durchgängigen Steuer- und Messdatenkonzepts für den Speicher sowie im Wissenstransfer und Hemmnisabbau durch die Konzeption und Umsetzung von Veranstaltungen und Schulungen ein.

Rütgers – Kältetechnik mit Haltung seit 1919. Was als Handelsunternehmen begann, ist seit 1927 fest in der Kältetechnik verankert. Heute sind wir ein inhabergeführtes Familienunternehmen mit einer jungen Doppelspitze, die Erfahrung und Zukunftsdenken verbindet. Mit 160 Mitarbeitenden, darunter 15 Auszubildende, sind wir neunmal in Deutschland vertreten – nah am Kunden und stark in der Umsetzung. Service und Neuanlagenverkauf sind bei Rütgers gleichwertig und greifen nahtlos ineinander: von der ersten Idee über die Planung bis zum zuverlässigen Betrieb. Unser Portfolio ist bewusst breit: Absorptionsanlagen, natürliche Kältemittel, moderne HFO‑Flüssigkeitskühler und Wärmepumpen sowie VRF‑ und Splitlösungen.

Im Rahmen des Projekts »FlexBlue« obliegt uns die Verantwortung für die Errichtung sowie den Betrieb der beiden Demonstratoren. Einer dieser Demonstratoren ist am Standort unserer Hauptzentrale in Mannheim installiert.

Die SKVE ist ein Dienstleistungsunternehmen für die Steuerung und Optimierung von Stromerzeugern, Einspeisern und Verbrauchern am Strommarkt. Wir steuern die Flexibilitäten von z. B. Biogas und PV-Anlagen mit Batterien. Unser virtuelles Kraftwerk vereinfacht durch einen hohen Automatisierungsgrad den Betrieb der Anlage und erwirtschaftet zusätzliche Erlöse durch eine in Echtzeit optimierte, bedarfsgerechte Steuerung.

Im »FlexBlue« Projekt werden von der Anlage Verfügbarkeiten und Bedürfnisse über eine Fernsteuereinheit übertragen. Daraus wird mit den Börsenpreisen ein Fahrplan berechnet, der die Preisentwicklung zu jeder ¼ Stunde berücksichtigt. Über die Fernsteuereinheit wird dann der Zeitpunkt gesteuert, zu dem die Leistung erbracht wird. Speicher für Gas, Wärme und/oder Kälte erhöhen die Verfügbarkeit für die Nutzer und ermöglichen eine Flexibilität am Strommarkt.

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